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Giethoorn – idyllisches Grachtendorf im Naturschutzgebiet "De Wieden"

 

Reetgedeckte Bauernkaten auf kleinen Torfinseln, die durch unzählige Wasserstraßen voneinander getrennt werden, prägen das Antlitz des 2500-Seelen-Dorfes Giethoorn in der holländischen Provinz Overijssel.

Giethoorn

Giethoorn

© Hilda Weges | Dreamstime.com

Giethoorn: Hollands romantisches Grachtendorf

Holland hat viele romantische Städte und Dörfer, doch in Giethoorn zeigt sich das Land von seiner Schokoladenseite. Ein engmaschiges Netz aus Wasserstraßen, Kanälen und Grachten durchschneidet das Dorf in der Provinz Overijssel. Auf kleinen Torfinseln stehen alte Bauerngehöfte mit reetgedeckten Dächern und am Ufer der Wasserstraßen führen Spazier- und Radwege entlang. Hin und wieder kommt ein Bauer vorbei, der seinen voll beladenen Holzkahn mithilfe einer langen Stange vorwärtsbewegt. Dazu versenkt er den Holzstab im Wasser und drückt sich vom Boden der Gracht ab. Mehr als 170 Holzbrücken überspannen die Kanäle in Giethoorn. Sie verbinden die Gehöfte der ehemaligen Torfstecher auf dem Landweg miteinander. Noch heute sind die Wasserstraßen der wichtigste Verkehrsweg in dem holländischen Dorf und eine Fahrt in einem offenen Holzkahn durch das Wasserstraßenlabyrinth gehört zu den aufregendsten Erlebnissen in einem Ferienhaus Urlaub in Holland.

 

Ein Dorf wie ein Freilichtmuseum

Giethoorn erweckt bei den Besuchern den Eindruck eines gigantischen Freilichtmuseums. Entstanden ist das Dorf als eine Siedlung der Torfstecher. Durch das Abtragen der Torfschichten entstanden Tümpel und Seen, die sich zu Wasserstraßen vereinigten und kleine Torfinseln bildeten. Auf ihnen wurden im 18. und 19. Jahrhundert Gehöfte errichtet. Viel Platz zum Ausbreiten blieb den Torfstechern nicht. Deshalb wuchsen die reetgedeckten Häuser in die Höhe. Zahlreiche Gebäude verfügen noch heute über die charakteristischen Schilfdächer mit einer geschwungenen Kamelform. Die Einheimischen benutzen für den Transport von Waren, für den Einkauf oder für einen Besuch des Nachbarn vorzugsweise die sogenannten Flüsterboote. Dabei handelt es sich um wendige Holzboote, die mit einem geräuscharmen Motor ausgestattet sind.

 

Paddeltouren durch das Naturparadies

Die ganze Schönheit des malerischen Grachtendorfes offenbart sich Ihnen auf einer Paddeltour mit dem Kanu oder Kayak durch das Wasserstraßenlabyrinth. Das Naturschutzgebiet De Wieden bildet zusammen mit dem anliegenden Nationalpark De Weerribben das größte zusammenhängende Tieflandsmoorgebiet Europas. Giethoorn ist das touristische Zentrum dieses Naturparadieses und Ausgangspunkt für Erkundungsreisen auf der Wasseroberfläche. Außerhalb des Dorfes verlaufen die Wasserwege durch Feuchtgebiete mit Schilfgürteln, an die sich niedrige Wälder anschließen. Eine andächtige Stille liegt über der Szenerie. Nur gelegentlich kräuselt sich die Wasseroberfläche, wenn ein Hecht auf Beutezug geht oder eine Wildentenfamilie die Uferseite wechselt.

 

Wandern und Radfahren

Neben Wassertaxis, Flüsterbooten und Kanus bietet sich auch das Fahrrad für eine Entdeckungsreise in die wilden Naturlandschaften des Nationalparks De Weerribben an. Eine 40 km lange Tour führt durch die nördlichen Regionen der Moorlandschaft und schließt einen Stopp in einem Terrassencafé in Giethoorn ein. Während Sie den Kaffee unter einer alten Weide genießen, lassen Sie das romantische Ambiente auf sich wirken. Zu Fuß erkunden Sie das Naturschutzgebiet auf dem Wanderweg Kiersche Wijde. Der neun Kilometer lange Wanderpfad führt über Schwingrasen, Heuwiesen und durch Moorgebiete. Keinesfalls sollten Sie das Fernglas vergessen. Mehr als 500 Rehe leben in den Sumpfgebieten und nach der Wiederansiedlung in den 1990er Jahren ist auch der Fischotter im Nationalpark wieder heimisch.

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